Was ist Rosacea?

Die Rosacea ist eine schubweise auftretende chronisch-entzündliche Hautkrankheit, in deren aktiver Phase Hitzegefühle, Rötungen, Jucken, Brennen und Pusteln den Patienten über Tage und manchmal auch Wochen belasten. Ihre Ursachen sind bislang ungeklärt. Wenn die nicht-ansteckenden Krankheit unbehandelt bleibt, können manche der Symptome, wie sichtbare rote Äderchen oder eine durch Bindegewebs- und Talgdrüsenwucherungen vergrößerte Nase, auch dauerhaft bestehen bleiben und sich die Symptome verschlechtern. So kann sich eine Rosacea im Stadium I beispielsweise zu einer Rosacea im Stadium II entwickeln.

Habe ich Rosacea?

Machen Sie meinen Rosacea-Selbsttest um zu erfahren, wie hoch die Chance ist, dass Sie unter Rosacea leiden.

Verschiedene Faktoren lösen Schübe aus

Faktoren, wie UV-Licht oder scharfes Essen, können eine Verschlechterung der Beschwerden bewirken. Jeder Patient reagiert dabei unterschiedlich stark auf diese so genannten Trigger.

Oft beginnt es mit einem Kribbeln und Hitzeschüben, den so genannten Flushs im Gesicht. Betroffene entwickeln im Laufe der Erkrankung ein untrügliches Gespür dafür, wenn sich ein Rosacea-Schub ankündigt. Mit entsprechenden Maßnahmen kann man oft noch gegensteuern. Generell gilt: man kann Schüben weitaus besser vorbeugen, als einen bestehenden Schub zu beenden. Deshalb sind die Tipps meines Buches vor allem auf eine langfristige Verbesserung Ihrer Rosacea angelegt.

Was genau Sie tun können, um Schübe zu verringern, Symptome abzumildern und Ihre Haut in einen beruhigten Zustand zurückzuführen, erfahren Sie in meinem Buch!

Die Symptome der Rosacea – Drei Stadien

Rosacea Stadium 1
Rosacea Stadium 2
Rosacea Stadium 3

Auch die Verlaufsform der Rosacea ist sehr individuell. Meist ist von drei Stadien die Rede, die aber nicht zwangsläufig den Verlauf, sondern vielmehr die jeweils vorherrschenden Symptome und Schweregrade beschreiben.

Während die Haut in Stadium I dauerhaft gerötet ist (man spricht auch von Couperose), herrschen in Stadium II zusätzlich entzündliche Papeln und Pusteln (Rosacea papulopustulosa) vor.

Schließlich treten vor allem bei Männern im Stadium III Bindegewebs- sowie Talgdrüsenwucherungen auf, die zu einer roten „Knollennase“ führen können.

Die bei fortgeschritteneren Formen der Rosacea auftretende „Knollennase“ kann leider nur chirurgisch abgetragen werden.
Auch bereits geplatzte Äderchen lassen sich in Ihrer Rötung vielleicht etwas abmildern, können aber ohne IPL- oder Laser-Behandlung so gut wie nicht mehr zum Verschwinden gebracht werden.

Übrigens: Manche Experten sehen die Couperose als eigene Erkrankung an, aus der sich nur in manchen Fällen eine Rosacea entwickeln kann.

Auch Mischformen möglich

Die Rosacea kann alleine, aber auch als Mischform in Kombination mit Spätakne oder einem seborrhoischen Ekzem auftreten.

Auch die Kopfhaut ist bei manchen Patienten betroffen. Abhilfe schafft auch hier eine geeignete Pflege. Mehr dazu lesen Sie in meinem Selbsthilfe-Buch!

Psychische Belastung bei Rosacea

Da die Symptome der Rosacea im mittleren Gesichtsdrittel auftreten, lassen sie sich kaum verbergen. Dies belastet viele Betroffene, so dass die Erkrankung nachgewiesenermaßen zu – von Dermatologen oftmals völlig unterschätzten – psychischen Problemen wie Minderwertigkeitsgefühlen, Angststörungen sowie Depressionen und damit verbunden auch zur sozialen Isolation führen kann. Da ich diesen Aspekt für der Rosacea für sehr bedeutsam halte, habe ich ihm in meinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet. Darin finden Sie Denkanstöße, die Ihnen dabei helfen sollen, einen besseren Umgang mit der Hauterkrankung zu finden, aber auch praktische Anleitungen, um Stress und negativen Gefühlen etwas entgegensetzen zu können.

Übrigens: Bei starken psychischen Problemen aufgrund der Rosacea sollten Sie nicht zögern, sich in therapeutische Behandlung zu begeben, um sich professionelle Unterstützung beim Umgang mit der Krankheit zu holen.

Bitte machen Sie sich eines klar: die Tipps der 3-Raum-Methode mögen Ihnen zwar dabei helfen, die typischen Symptome in den Griff zu bekommen, für Ihr Selbstbild und Ihr Selbstwertgefühl ist aber nur einer verantwortlich: Sie ganz allein! Und so entscheiden auch Sie, ob Sie Ihr Leben von der Rosacea bestimmen lassen oder zur Erkenntnis kommen, dass Sie mehr, viel mehr sind, als ein paar Rötungen oder Pusteln in Ihrem Gesicht!

Besserung nur durch Selbsthilfe?

Sie fragen sich sicher, ob Ihnen mein Buch den Gang zum Arzt erspart. Die Antwort ist nicht ganz einfach und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich lässt sich die Frage jedoch mit „Nein“ beantworten. Vor allem wenn Sie zu den etwa 20% der Patienten gehören, bei denen auch die Augen von der Rosacea betroffen sein sollten, ist dies umso wichtiger, da eine ausbleibende Behandlung im schlimmsten Fall zu dauerhaften Augenschäden führen kann.

Zunächst einmal ist der Besuch beim Dermatologen wichtig, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten und damit andere Erkrankungen mit einem ähnlichen Erscheinungsbild auszuschließen. Kann der Hautarzt eine Rosacea feststellen, wird er Ihnen je nach Schweregrad Salben oder Tabletten verschreiben.

Wie Sie damit umgehen, also ob Sie Ihre Krankheit über einen längeren Zeitraum mit Medikamenten behandeln möchten, bleibt letztlich Ihnen überlassen. Sie sollten jedoch wissen, dass die Cremes, Gels und niedrig dosierten Antibiotika nicht bei allen Patienten gleich gut anschlagen und Sie auch nicht vor möglichen neuen Schüben schützen. Vor allem nicht, wenn Sie weiterhin eine für die Rosacea kontraproduktive Lebensweise pflegen.

Leiden Sie unter einer leichteren Form der Rosacea, können Sie überlegen, ob Sie zunächst einmal testweise auf Medikamente verzichten und die Symptome Ihrer Rosacea nur mit der 3-Raum-Methode in den Griff bekommen möchten. Meine Empfehlung: Probieren Sie die Tipps doch einfach begleitend zur dermatologischen Behandlung aus. So sind Sie doppelt abgesichert.