Der Umgang mit Rosacea oder Die Kunst des Loslassens
Rosacea | Psyche

Der Umgang mit Rosacea oder Die Kunst des Loslassens

3 Minuten Lesezeit

Ich glaube, es in uns Menschen tief drin, dass wir, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen, das starke Bedürfnis verspüren, etwas dagegen tun zu müssen. Jeder kennt einen solchen Zustand: die Gedanken scheinen unablässig nur um dieses Problem und die ersehnte Lösung dafür zu kreisen. Die Reaktion darauf kann beispielsweise je nach Typ entweder blinder Aktionismus oder eine Art Schockstarre sein, die aus einem Gefühl der Überwältigung resultiert.

Vom Umgang mit diesen beiden Mustern und von der Wichtigkeit, ein gesundes Mittelmaß zu finden, lest ihr im Folgenden…

💪 Tun, was getan werden muss - aber verfalle nicht in Aktionismus 💪

Die Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der es eine der größten Belastungen ist, dass sie scheinbar ohne triftigen Grund auftritt und dazu noch im mittleren Gesichtsdrittel, also dort, wo es jeder sieht und wir es auch nicht so eine weiteres verstecken können. Kein Wunder, dass man da das dringende Bedürfnis verspürt, etwas unternehmen zu müssen. Dieses starke Gefühl war Motivation genug, die Recherchen für mein Buch „Rosacea – Das hilft wirklich“ zu beginnen und einen Weg zu finden, mit der ich die Hautkrankheit wirksam in den Griff bekam.
Das ist auch alles so weit so gut. Was getan werden muss, kann man auch tun. Man wäre ja dumm, wenn man die Erfahrungen anderer Betroffener und die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht für sich nutzen würde, um sein Leben mit Rosacea einfacher zu gestalten. Man kann also seine Trigger meiden, die Ernährung anpassen und seine Pflege auf reizarme Produkte umstellen. Das dauert seine Zeit, muss eingeübt werden und in Zuge dessen dreht sich zwangsläufig – wie bei jeder neuen Routine, die man in sein Leben zu integrieren versucht – erstmal gedanklich Vieles um eben diese Neuerungen. Das ist auch erstmal okay. Zudem ist es auch von Vorteil, wenn du weißt, was deine Trigger sind und warum du jetzt gerade unter einem Schub leidest (das erkläre ich dir in meinem Buch).
Aber irgendwann ist es dann auch gut. Was ich damit meine?

✋ Lass die Rosacea nicht dein Leben bestimmen ✋

Naja, wie gesagt: man kann auf jeden Fall tun, was getan werden muss. Aber es sollte nicht so sein, dass die Krankheit und die Gedanken um die Krankheit dein Tagesgefühl bestimmen, dass sie dein Selbstbild beeinflussen und dein Selbstwertgefühl runterziehen. Es ist wichtig, dass du dein Gefühl für dich selbst, aus dir heraus schöpfst und es nicht von äußeren Dingen abhängig machst, dass du merkst, dass du all das, worauf es im Leben ankommt – lachen, lieben, geliebt werden, aber auch traurig sein, wütend oder einfach glücklich – all das kannst du, ohne, dass die Rosacea irgendetwas damit zu tun hätte. Das ist wichtig. Denn viele Betroffene scheinen ihr Leben für den Tag aufzuheben, an dem sie sich erhoffen, frei von der Rosacea zu sein. Das ist schade und damit schadest du dir selbst. Und das in zweierlei Hinsicht:
– zum einen ist es offensichtlich, dass es dir psychisch nicht gut tut, wenn du dein Selbstbild von Bedingungen, wie einem guten Hautbild abhängig machst
– zum anderen ist Stress einer der Haupttrigger für einen Rosacea-Schub. Das ist durch Studien nachgewiesen. Wie stark Haut und Psyche zusammenhängen, dem kommen Forscher immer mehr auf die Spur.

An dieser Stelle möchte ich dir nur ein Wort zum Nachdenken geben: Loslassen! Steig aus aus aus deinem Gedankenkarussell, das sich rund um die Rosacea und wann sie endlich besser wird, dreht. Dieses Aussteigen ist äußerst heilsam. Es erfordert jedoch einigen Mut und ein Vertrauen darin, dass alles auch dann gut werden kann, wenn unsere Gedanken nicht unablässig um dieses eine Problem und seine Lösung kreisen.

😧 Schockstarre 😧

Viele verfallen angesichts der Aussicht auf eine chronische Erkrankung wie der Rosacea in eine Schockstarre, da sie sich überfordert fühlen. Vor allem, wenn man noch nicht weiß, was die Krankheit schlimmer macht und was sie verbessert, fühlt man sich hilflos und die Rosacea scheint unberechenbar.
Und dann sind da noch all die unzähligen Produkte auf dem Markt, die gegen Rosacea helfen sollen und eine gigantische Menge an teils widersprüchlichen Infos, die im Internet zu finden sind. Wie soll man da den Überblick behalten und wissen, was zu tun und was zu lassen ist?
Manche reagieren auf diese Überforderung mit einem Shutdown, einer Schockstarre. Sie lehnen all die potentiellen Möglichkeiten, die zu einer besseren Haut führen könnten, ab und möchten die Krankheit am liebsten ganz von sich weisen.

Hier gilt dasselbe, was ich weiter oben schon geschrieben habe. Tritt einen Schritt zurück, von diesem Gefühl und dem gedanklichen Kreisen um das Thema Rosacea - denn das tut es meist auch dann, wenn man eigentlich versucht, die Krankheit ganz weit von sich weg zu schieben.

Weitere Tipps zum Thema Rosacea und Psyche findest du hier.


Alles Liebe, Deine Franziska

P.S.: Hier kannst du mein Buch "Rosacea - Das hilft wirklich" bei Amazon bestellen.
Hier gibt es meinen "Ernährungsratgeber Rosacea" mit 66 Rezepten bei Amazon.

*Hinweis gemäß DGSVO: Unbezahlte, unbeauftragte Werbung aufgrund möglicher Nennung von Marken.

*Wenn nicht anders erwähnt, sind die im Blogpost erwähnten Produkte selbstgekauft.

*Eventuell sind manche der im Text erwähnten Produkte mit Affiliate-Links versehen. Dies bedeutet, dass ich bei einem Kauf eine geringe Provision des jeweiligen Shops erhalte. Du bezahlst keinen Aufpreis!